Startseite Aktuelle News Immobilienumsätze in Deutschland haben sich verdoppelt

Immobilienumsätze in Deutschland haben sich verdoppelt

12 Minuten zum lesen
0
2
19

Immobilienumsätze haben sich verdoppeltIn der Bundesrepublik Deutschland haben sich die Immobilienumsätze in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt. Alleine im letzten Geschäftsjahr haben sich die Umsätze von 260 Milliarden auf 270 Milliarden Euro angehoben. Im Rahmen dieser Entwicklung gibt es hier bis dato auch für die kommenden Jahre keinen ersichtlichen Trend, dass es hier einen Einbruch geben könnte.

Die Gründe für den bestehenden Immobilienboom sind vielfältig.

Nachfolgend sind die 5 wesentlichsten Gründe aufgezeigt, weshalb sich der Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren so entwickelt hat.

1. Es gibt in der Immobilienlandschaft zu wenig Neubauten

In der deutschen Immobilienlandschaft steigt die Vorliebe stetig, um sich eine Immobilie zu kaufen. Parallel hierzu ist jedoch das Angebot an bestehenden Immobilien recht knapp. Es gibt auf dem Markt Neubauten, dennoch kann die Anzahl dieser neuen Häuser die Nachfrage nicht annähernd abdecken. Bundesweit müssten ca. 400.000 neue Wohnungen entstehen pro Jahr, um die Nachfrage abfangen zu können. Die professionellen Wirtschaftsplaner sind sich jedoch mittlerweile darüber einig, dass die aktuellen Bautätigkeiten nur einen geringen Anteil der tatsächlich bestehenden Bedarfe abdecken können. Vor allem in den Großstädten ist die Situation äußerst angespannt. In vielen Metropolen ist das bestehende Missverhältnis so riesig, dass noch nicht einmal 50 % des künftig bestehenden Wohnraums geschaffen werden kann. Ein ebenso bestehendes Problem ist hierbei auch, dass Wohnraum in Gegenden entsteht, der dort schlicht nicht benötigt wird. Es werden infolge dessen Wohnungen und Häuser an Orten gebaut, an denen keine oder nur kaum Nachfrage besteht.

2. Immobilien gelten nach wie vor als die sicherste Geldanlage sowie Altersvorsorge

Aktuell sieht eine steigende Anzahl an Verbraucher die Immobilie als die sicherste Geldanlage. Es wirkt ebenso als die verlässlichste Altersvorsorge. Die Optionen, um in eine Immobilie zu investieren sind somit vielfältig. Investoren können hier ganz einfach in unterschiedliche Facetten investieren. Es bieten sich hierfür beispielsweise Immobilienfonds oder verschiedene Bauprojekte an. Vor allem in unserer aktuellen Zeit mit den Niedrigzinsen und den sinkenden Renten, sind Immobilien eine hervorragende Möglichkeit, um sich ein einigermaßen sicheres finanzielles Polster zu schaffen, denn die Renditen gelten als überaus wertstabil. Darüber hinaus ist der inländische Immobilienmarkt quasi wertstabil und aufgrund dessen zunehmend auch für ausländische Investoren interessant.

3. Niedrige Zinsen sind für den Immobilienkredit zu verzeichnen

Aktuell sind die Zinsen auf dem Immobilienmarkt auf einem historischen Tiefstand. Viele Deutsche verleitet diese Ausgangslage zum Immobilienkauf. Es ist, dass auch teure Immobilien aufgrund der Zinslage nun plötzlich im Finanzierungsbudget der Antragssteller liegen. Diese Situation lässt es zu, dass Verbraucher in Summe recht preiswerte Baukredite erhalten. Der bestehende Zinseszinseffekt sollte in diesem Kontext jedoch nicht außen vor gelassen werden, denn er ist wichtig. Immobilieninteressierte sollten sich unbedingt unterschiedliche Baufinanzierungsangebote einholen und diese detailliert vergleichen, um den Abschluss eines teuren Kredits zu umgehen.

4. Teure Mietpreise haben einen enormen Einfluss auf den Entwicklungstrend

Die erhöhten Mietpreise sind aus der aktuellen Sicht an die steigenden Immobilienpreise angelehnt. In den vergangenen Jahren haben viele Mieter enorme Mieterhöhungen über sich ergehen lassen müssen. Aus der aktuellen Sicht fragen sich viele Betroffene durchaus, wie lange dieser Trend noch anhalten soll. 2018 war es in Hamburg das erste Mal beispielsweise so, dass jeder 2. Mieter ca. 50,00 % der bestehenden Einkünfte für Mietzahlungen ausgeben muss. Auch Mieter, die überzeugt sind, dass für sie kein Eigenheim infrage kommt geraten an diesen Stellen ins Überlegen und ins Wanken.

5. Es gibt zu wenig adäquates neues Bauland in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es erstaunliche viele freie Flächen. Paradoxerweise besteht jedoch nur eine recht knappe Fläche an Bauland. An den Orten, an denen noch Bauland existiert, haben sich die Preise hierfür jedoch vervielfacht. Experten fordern in diesem Kontext schon lange, dass es sinnvoll wäre, das bestehende Agrarland in tatsächliches Bauland umzuwandeln. Es ist jedoch so, dass die örtlich bestehenden rechtlichen Vorgaben ein solches Vorgehen oftmals blockieren und ausschließen. Parallel hierzu wirken oftmals auch komplizierte und nicht eindeutig zuordenbare Eigentumsverhältnisse sowie einzelne Widerstände der Bürger vor Ort hemmend darauf, dass neues Bauland entstehen kann. Aufgrund dessen ist das bestehende Bauland knapp und da es häufig nachgefragt wird auch teuer. An dieser Stelle schließt sich dann der Kreis.

Zukünftige Entwicklungen der Immobilienbranche

Die Immobilienbranche hat sich in den vergangenen Jahren in Richtung eines Trends entwickelt, der so vor 20 Jahren nicht absehbar war. Im Allgemeinen gilt immer, dass die positiven Entwicklungen für einen Immobilienkäufer und Mieter zumeist negative Auswirkungen auf den Vermieter bzw. Verkäufer haben, so wird es auch hier zukünftig vermutet. Experten gehen davon aus, dass Metropolen, wie München, Hamburg, Stuttgart oder auch Frankfurt und Düsseldorf zukünftig weitere Preisanstiege zu verzeichnen haben. Diese Entwicklung im preislichen Umfeld gilt hierbei auch für die nahegelegenen Speckgürtelbereiche der Metropolen. Gebiete, die in diesem Kontext jedoch nicht ganz so attraktiv aufgestellt sind, wie das Saarland oder auch das Ruhrgebiet, werden wohl zukünftig fallende Immobilienpreise erleben. Diese Entwicklung ist in diesem Kontext auch auf die schwindende Bevölkerungszahl zurückzuführen. Experten haben in den vergangenen Jahren bereits darauf verweisen, dass sich einige Entwicklungen in dem Bereich des Immobilienmarktes ergeben werden und müssen. Vor allem Investoren, die in diesen Markt mit einem Einzelobjekt oder einem größeren Investitionsgut an den Markt gehen wollen, sollten sich hierbei im Vorfeld umfassend informieren. Gute und vor allem nachhaltige Beratungen noch bevor man eine bindende Investition tätigt, sind unbedingt durchzuführen, um drohende Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Eine Reihe von Experten sprechen ebenso davon, dass die Gefahr besteht, dass eine Immobilienblase platzen könnte. An dieser Stelle geht es vor allem darum sich abzusichern und hier in eine Umgebung zu investieren, die möglichst sicher ist. Vor allem Kleinivestoren, die in ihr zukünftiges Eigenheim investieren wollen, sind zunehmend dazu angehalten umfassende Vergleiche der Kreditangebote zu initiieren. Die Anbieter warten hier mit ganz verschiedenartigen Angeboten auf, die nicht immer identisch und unbedingt vorteilhaft sind. Auch in diesem Bereich lohnen sich umfassende Konsultationen und Beratungen durch Bau- und Investitionsexperten.

mehr ähnliche Artikel
mehr Artikel vom Autoren Finanz-News.info
mehr Artikel aus der Kategorie Aktuelle News
 

Auch interessant

Crowdinvesting: Immobilienprojekte auch für Kleinanleger als Geldanlage

Mit Immobilien bringen die meisten Anleger ein nicht realisierbares Investment in Verbindu…